Schutzpatron der Feuerwehr


Der Heilige Florian wurde im 3. Jahundert bei Wien geboren und lebte in Aelium Cetium (Sankt Pölten; Östereich). Er wurde am 03. Mai 304 in Lauriacum (heute Lorch in Enns in Oberöstereich) durch Römer hingerichtet. Bereits in seiner Kindheit wurde Florian Mut und Entschlossenheit nachgesagt. Bei einem Hausbrand tat er sich als eif-riger Helfer hervor. Seinem beherzten Eingreifen sei es zu verdanken, dass der Brand gelöscht und das Haus ge-rettet werden konnte. Auch in seiner Ju-gend setzte er sich für Arme, Kranke und Schwache ein. Kurz nachdem er sich als Soldat in die Dienste des römischen Kaisers stellte, brachten römische Legionäre die ersten Informationen über Jesus mit nach Österreich. Florian war vom Leben Jesu und dessen Taten so überzeugt, dass er den christlichen Glauben annahm. Hinsichtlich seiner Ergreifung zur Zeit der Christenverfolgung durch Kaiser Diokletian (303-304) gibt es unterschiedliche Schilderungen. Einige Quellen geben an, dass er und vierzig weitere Männer seiner Truppe der Christenverfolgung zum Opfer fielen. Als seine Untergebenen hinge-richtet werden sollten, stelle Florian sich mutig vor seinen Vorgesetzten Aquiliunus, um ihn von der Hinrichtung abzubringen. Andere Quellen besagen, dass Aquiliunus im Rahmen der Christenverfolgung nach Lauriacum (Lorch in Enns) kam, vierzig Christen aufgegriffen und gefoltert hätte. Diesen wollte Florian, mittlerweile pensioniert, beistehen und hat sich seinen ehemaligen Militärkameraden als Christ offenbart und wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls verhaftet. Auch nach brutaler Folter mit Geißel, Stockhieben, Sengen mit der glühenden Zange und brennender Fackel sagte Florian seinem Glauben nicht ab. Aquilinus gab schließlich den Befehl Florian mit einem Stein um den Hals von einer Brücke in die Enns zu stürzen. Nach der Überlieferung wurde der Leichnam auf einer Ufersandbank angespült und von einem Adler mit ausgespannten Schwingen bewacht. Eine Frau namens Valeria fand den toten Florian und ließ ihn in der Nähe von Lorch bestatten. Über seinem Grab entstand später das Stift Sankt Florian, heute eines der größten und bekanntesten Barockklöster Oberös-terreichs. Florian gilt heute als Schutzpatron der Feuerwehr (daher auch die Bezeichnung Florianjünger; auch der Funkrufname „Florian“ in Verbindung mit dem Ortsnamen oder dem Fahrzeug geht hierauf zurück). Bäcker, Bierbrauer, Gärtner, Böttcher und Schornsteinfeger sehen den Hl. Florian ebenfalls als ihren Schutzpatron an. Der Heilige Florian wird heute meistens als römischer Legionär mit Fahne und einem Wasserkübel, den er über ein brennendes Haus schüttet, dargestellt.